db md Symposium „anders! bauen im Bestand“: Impulse für die Bauwende
Wie gelingt die Transformation des Gebäudebestands angesichts von Klimazielen, Ressourcenknappheit und wachsendem Sanierungsbedarf? Mit dieser Fragestellung brachte das db md Symposium „anders! bauen im Bestand – Wege zur Bauwende“ Fachleute aus Architektur, Innenarchitektur, Planung, Bauwirtschaft und Immobilienmanagement zusammen.
Im Hybridformat erreichte die Veranstaltung fast 200 Teilnehmende vor Ort im Hospitalhof Stuttgart sowie fast 400 weitere online im Livestream.
Das Symposium widmete sich insbesondere den Themen ressourcenschonendes, zirkuläres Bauen und energetische Sanierung und bot Raum für den Austausch über innovative Bauweisen, Materialien und digitale Arbeitsmethoden im Bauen im Bestand.
Für BESTAND BEYOND waren vor Ort vertreten:
- Ricarda Metelmann-Scholz, Leiterin Architektur der Zentralen Technik Inhouse Ingenieurbüro ZÜBLIN/STRABAG
- Mariele Weiss, Bauherrin im STRABAG Corporate Real Estate Management
- Rolf Becker, Bereichsleiter Bauen im Bestand der Zentralen Technik Inhouse Ingenieurbüro ZÜBLIN/STRABAG
- Robert Rauch, Stabstellenleiter BESTAND BEYOND Ed. Züblin AG
Z2 als Praxisbeispiel für zirkuläres und innovatives Bauen
Im Rahmen des Symposiums präsentierten Ricarda Metelmann-Scholz und Mariele Weiss den Vortrag „Das Z2 als Treiber für zirkuläres und innovatives Bauen“. Anhand des Projekts zeigten sie auf, wie Wiederverwendung, hochwertiges Recycling sowie die Erprobung neuer Bau- und Ausbausysteme im Bestand einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren Bauwirtschaft leisten können. Das Z2 verdeutlicht, wie vorhandene Ressourcen konsequent genutzt und Kreislaufprinzipien bereits heute erfolgreich in Bauprojekten umgesetzt werden können.
Der Vortrag fügte sich damit nahtlos in die zentrale Fragestellung der Veranstaltung ein: Wie kann das Bauen im Bestand zu einem wesentlichen Hebel der Bauwende werden?
BESTAND BEYOND auf dem Podium
Darüber hinaus brachte Rolf Becker die Perspektive von BESTAND BEYOND in die Podiumsdiskussion ein und diskutierte mit den Teilnehmenden über die Chancen und Herausforderungen des Bauens im Bestand.
Im Mittelpunkt des Vortrags „Das Z2 als Treiber für zirkuläres und innovatives Bauen“ standen dabei drei zentrale Themenfelder:
Ganzheitlicher Ansatz für den Gebäudebestand
Anhand von BESTAND BEYOND wurde aufgezeigt, wie sich Bestandsgebäude ganzheitlich betrachten und entwickeln lassen – von der ersten Analyse über die strategische Planung bis zur Umsetzung. Der Ansatz eignet sich dabei für unterschiedlichste Gebäudetypen: von Büro- und Verwaltungsgebäuden über Immobilien mit Denkmalschutzanforderungen bis hin zu Bildungsgebäuden oder Projekten zur Schaffung von Wohnraum. Gerade vor dem Hintergrund des zunehmenden Sanierungsbedarfs im öffentlichen und privaten Gebäudebestand gewinnt dieser integrierte Ansatz weiter an Bedeutung.
Fundierte Entscheidungsgrundlagen schaffen
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Eigentümerinnen und Eigentümer die richtigen Entscheidungen für ihre Bestandsimmobilien treffen können. Dabei wurde die Bedeutung des SanierungsCHECK+ als Grundlage für die weitere Entwicklung eines Gebäudes hervorgehoben. Durch die systematische Bewertung des Bestands lassen sich Potenziale, Risiken und Handlungsoptionen frühzeitig identifizieren und belastbare Entscheidungsgrundlagen für die weitere Planung schaffen.
Bauen im Bestand als Zukunftsaufgabe
Mit Blick auf die kommenden Jahre wurde deutlich: Das Bauen im Bestand wird weiter an Relevanz gewinnen. Steigende Anforderungen an den Klimaschutz, ambitionierte CO₂-Ziele sowie die zunehmende Gefahr sogenannter „Stranded Assets“ führen dazu, dass Sanierung, Transformation und Umnutzung von Gebäuden immer stärker in den Fokus rücken. Gleichzeitig eröffnet die Weiterentwicklung bestehender Gebäude enorme Chancen, Ressourcen zu schonen und den Flächenverbrauch zu reduzieren.
Sanierungspotenziale frühzeitig erkennen
Wer die Zukunftsfähigkeit einer Immobilie bewerten und fundierte Entscheidungen für deren Weiterentwicklung treffen möchte, benötigt eine belastbare Bestandsanalyse. Mit dem SanierungsCHECK+ bietet BESTAND BEYOND eine strukturierte Grundlage, um den Zustand von Gebäuden zu bewerten, Potenziale aufzudecken und individuelle Handlungsoptionen abzuleiten.
Mehr Informationen zum SanierungsCHECK+
Wertvoller Austausch für die Branche
Das db md Symposium zeigte erneut, wie wichtig der interdisziplinäre Dialog zwischen Architektur, Innenarchitektur, Planung, Bauwirtschaft und Immobilienwirtschaft ist, um die Herausforderungen der Transformation gemeinsam anzugehen. Die zahlreichen Impulse, Praxisbeispiele und Diskussionen verdeutlichten, dass die Zukunft des Bauens maßgeblich im intelligenten Umgang mit dem Bestand liegt.
Darüber hinaus wurde die Veranstaltung von der Architektenkammer Baden-Württemberg als Fort- und Weiterbildung mit einem Umfang von zwei Unterrichtsstunden für Mitglieder sowie Architektinnen und Architekten beziehungsweise Stadtplanerinnen und Stadtplaner im Praktikum für die Fachrichtungen Architektur und Innenarchitektur anerkannt.
Über die Veranstalter
Das Symposium wurde von den Fachzeitschriften db deutsche bauzeitung und md Interior | Design | Architecture ausgerichtet. Mit ihrer fachlichen Ausrichtung auf Architektur, Innenarchitektur, Design und Bauwesen bieten beide Medien einen etablierten Rahmen für den Austausch zu innovativen Lösungen im Bauen im Bestand.
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