Seidelsche Höfe: Fabrik wird zu Wohnquartier
Mit den Seidelschen Höfen in Pfungstadt wird eine ehemalige Papierfabrik zu einem modernen Wohnquartier weiterentwickelt. Das Projekt steht beispielhaft für Bauen im Bestand mit Denkmalschutz: Historische Bausubstanz wird erhalten, technisch ertüchtigt und mit neuem Wohnkomfort verbunden. Insgesamt entstehen 65 Wohnungen, davon 26 im denkmalgeschützten Bestand.
ZÜBLIN übernimmt als Generalunternehmer zentrale Ausbau- und Sanierungsleistungen aus einer Hand – darunter Holzdachkonstruktion, Fassaden- und Fenstersanierung, Innenausbau sowie technische Gewerke.
Historische Substanz trifft moderne Technik
Besonders anspruchsvoll ist die denkmalgerechte Sanierung der historischen Stahlfenster. Die originalen Elemente bleiben erhalten und werden durch eine zweite, moderne Fensterebene energetisch ergänzt. Auch die schützenswerte Putzfassade, die innenliegende Dämmung, die Verstärkung der Holzdecken und die Lüftungslösung für die naturfeuchten Erdkeller zeigen, wie technische Kompetenz, präzise Bestandsanalyse und nachhaltige Sanierung zusammenspielen.
Bauen in innerstädtischer Lage
Die enge innerstädtische Lage erfordert zudem eine sorgfältige Bauablaufplanung und eine abgestimmte Koordination der Gewerke. So entsteht ein Wohnquartier, das industrielle Identität sichtbar bewahrt, vorhandene Ressourcen nutzt und langfristig modernen Wohnraum in zentraler Lage schafft.
Spannende Fakten zu Herausforderungen und Lösungsansätzen
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1. Welche Herausforderungen gab es im Bestand bei diesem Projekt?
Die größten Herausforderungen lagen in der denkmalgeschützten Bausubstanz der ehemaligen Papierfabrik: historische Stahlfenster mit altem Glas, eine schützenswerte Putzfassade, über hundert Jahre alte Tragstrukturen, naturfeuchte Erdkeller sowie begrenzte Lager- und Bewegungsflächen. Zusätzlich mussten Bestand und Neubau mit mehreren Gewerken parallel koordiniert werden.
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2. Wie wurde der Betrieb während der Bauzeit gesichert?
Die erfolgreiche Realisierung des Projekts beruhte auf einer präzisen Steuerung der zahlreichen Schnittstellen zwischen den beteiligten Gewerken. Eine detaillierte Bauablaufplanung, digitale Planungs- und Koordinationsmethoden sowie die enge Zusammenarbeit aller Projektpartner ermöglichten die effiziente Organisation komplexer Bauprozesse und einen störungsfreien Projektablauf.
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3. Welche nachhaltigen Maßnahmen wurden umgesetzt?
Nachhaltigkeit entsteht hier vor allem durch den Erhalt und die Weiterentwicklung vorhandener Substanz. Tragfähige Wände und historische Bauteile bleiben erhalten, Stahlfenster werden restauriert statt ersetzt, die Dämmung wird nach innen verlegt und die Erdkeller werden über eine intelligente Lüftungslösung reguliert. So werden Ressourcen geschont und Eingriffe in die historische Struktur reduziert.
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4. Welche innovativen Lösungen oder Methoden kommen bei diesem Projekt zum Einsatz?
ZÜBLIN kombiniert denkmalgerechtes Handwerk mit technischen Lösungen für heutigen Wohnkomfort: restaurierte Stahlfenster erhalten eine zweite, moderne Fensterebene, die Zwischenzone wird bauphysikalisch gegen Kondensatbildung optimiert, die Haustechnik wird wartungsfreundlich ins Gebäudeinnere verlegt und digitale Planung unterstützt die Koordination der engen Bestandslogistik.
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5. Welchen Mehrwert schafft das Projekt langfristig für Nutzer:innen und Umfeld?
Das Projekt schafft neuen Wohnraum in zentraler Lage und bewahrt zugleich die industrielle Identität des Ortes. Nutzer:innen profitieren von modernem Wohnkomfort, besserer bauphysikalischer Qualität und einer besonderen Quartiersatmosphäre. Für das Umfeld entsteht ein sichtbarer Beitrag zur Innenentwicklung, der historische Substanz nutzt, statt Flächen neu zu verbrauchen.
© BPT Zweite Real Estate GmbH
Kenndaten
- BGF: 3.898 m²
- Umbau und Sanierung: 3.898 m²
- BRI: 13.892 m³