IHK Köln
Der Auftrag beinhaltet die in Teilbereichen denkmalgeschützte Zentrale der Industrie- und Handelskammer zu Köln zu einem nachhaltigen und modernen Gebäude umzubauen und zu sanieren. Für ihre künftigen Aufgaben nutzt und erweitert die IHK die möglichen baulichen Potentiale und schafft durch die Weiterentwicklung des bestehenden Gebäudes sowie die Integration aller Nutzungen der IHK zu Köln an einem Ort eine nachhaltige Aufwertung und Zukunftsfähigkeit. Ein weiterer wichtiger Aspekt stellt die repräsentative zentrale Lage des Gebäudes dar, die die Bedeutung und Funktion der IHK zu Köln unterstreicht.
Die Gesamtfläche beträgt insgesamt ca. 18.000 qm BGF, davon ca. 8.000 qm Neubau als Wiederaufbau. Ebenfalls enthalten ist die Planung (Leistungsphase 5) für das Objekt.
Im Sinne einer partnerschaftlichen Projektabwicklung erfolgte bereits die Angebotsphase in engmaschigem Dialog und transparentem Austausch zwischen Auftraggeber IHK und GU Züblin. Die vorliegende AG-Planung, das Bau-Soll und die Baukosten wurden hierbei gemeinsam erarbeitet und vertraglich vereinbart.
Das Gebäude wurde ursprünglich in 2 Bauabschnitten 1950 und 1956 errichtet. Zu den Bauleistungen gehört unter anderem die Ertüchtigung der Gründung im Hochdruck-injektionsverfahren (HDI), der vollständige Rückbau des Börsensaals vom Dach bis zur Gründung sowie dessen anschließender Neubau einschließlich neu zu errichtetem Untergeschoss. Teile des Gebäudes werden abgesenkt, um das Erdgeschoss schwellenlos und barrierefrei zu gestalten. Durch eine viergeschossige Aufstockung an der Ostseite des Gebäudes soll die ursprüngliche Hufeisenform des Gebäudes geschlossen werden. Vervollständigt wird das Gebäude durch mehrere Aufstockungen. Die denkmalgeschützten Bestandsfassaden werden im Zuge der Bautätigkeit saniert und die neu zu errichtenden Bereiche mit Pfosten-Riegel-Fassaden neu erstellt.
Neben den umfassenden Rohbauarbeiten wird das Gebäude energetisch saniert und eine komplett neu konzipierte Haustechnik eingebracht. Im Ausbau wird eine neue Gesamtstruktur umgesetzt, die die Errichtung von Großraumbüros in den Ebenen 2- bis 4. Obergeschoss vorsieht. Im 1.Obergeschoss entstehen Schulungs- und Prüfungsräume, dem Erdgeschoss kommt eine besondere Bedeutung zu, dort befinden sich im Wesentlichen 3 Säle, der Börsensaal mit einer Belegung von bis zu 800 Personen sowie der Camphausensaal und der Merkensaal mit einer Belegung von bis zu 120 Personen. Im Börsen- und im Camphausensaal werden die denkmalgeschützten Wandbekleidungen nach umfassender Sanierung wieder eingebaut.
Eine besondere Herausforderung stellt die Baustellenlogistik auf Grund der innerstädtischen Lage im Kölner Bankenviertel mit der Nähe zum Kölner Dom dar.